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Rudi - so heißt es, mein Streifenhörnchen. Rudi wohnt nun schon eine ganze Weile bei mir. Eigentlich wollte ich, nachdem bereits zwei Streifenhörchen in meiner Obhut aus mir unbekannten Gründen gestorben sind, kein Haustier mehr. Aber als ich dann nach einiger Zeit in einem Zoogeschäft drei junge Streifenhörchen sah, die in ihrem kleinen Glasgefängniss herumhüfpten, dauerte es nicht länger als ein Tag, dass ich erneut das Zoogeschäft aufsuchte, zu Hause die Foliere bereits aufgebaut. Diesmal wollte ich zwei der Tiere haben, also kaufte ich zwei, ein Männchen und ein Weibchen. Das Männchen hat jedoch seine bessere Hälfte erstmal gezeigt, dass es den Käfig alleine haben will, und dem entsprechend jagten sich die beiden durch den Käfig, und wer Streifenhörchen kennt, der weiß, dass es dabei relativ ernst zugeht. Ich ging zurück zum Zoogeschäft, die netterweise das Männchen austauschten, in der Hoffnung, dass sich das neue Tier anständiger gegen die Dame verhält. Es war dann auch so, aber das inzwischen verängstigte Weibchen wahr so schreckhaft, dass der neue, nach langer Zeit der Namensuche dann Rudi getauft, instinktiv hinterher rannte.
Folglich gab ich das Weibchen zurück, erneut ein netter Zug des Verkäufers, sie zurück zu nehmen. Im Zoogeschäft ist das Hörnchen dann, als ich es umsetzten wollte, entwischt, so dass es zwischen den anderen Käfigen umhersauste. Zum Glück haben wir es wieder erwischt :-)

Und so lebt Rudi nun alleine bei mir: Lange Zeit stand sein Käfig noch bei mir im Zimmer, aber da ich (wohl zu Unrecht) eine leichte Allergie vermutet habe, wurde er in das Wohnzimmer emmigriert. Hier kann er leider nicht mehr raus. Ich weiß nicht, ob ich oder er das mehr bedauert, weil es war immer sehr spaßig, wenn er in der Bettdecke gebudelt, meine CDs aus dem Schrank geschmissen, oder mit mir um Futter gekämpft hat. Letzters kann ich zum Glück nach wie vor mit ihm machen, da er einen ehr geringen Ausbruchstrieb hat.
In etwa ein Jahr lang musste ich alle 2 Wochen mit ihm zum Tierarzt, um ihm die oberen Vorderzähne zu schneiden, da sie sich nicht mehr abgenützt haben, so dass er nicht mehr fressen konnte und es einmal sogar geschafft hat, sich im Gitter zu verhaken (!). Inzwischen sind sie ausgefallen, und er kriegt kleingehakte Wahlnüsse, Apfelmus usw usf. Und das hoffentlich noch viele Jahre...